Der Mieter ist unter bestimmten Voraussetzungen zur Duldung von Modernisierungs- und Instandsetzungsarbeiten in seiner Wohnung verpflichtet. Dies ist für Betroffene meist mit großen Belästigungen verbunden. Zwar ist umstritten, ob sich die Mitwirkungspflicht des Mieters nur auf das Öffnen der Wohnungstür beschränkt. Sinnvoll ist es aber allemal, die Handwerker nicht alles allein machen zu lassen. Aufräumen und Saubermachen zum Beispiel erledigt man doch besser selbst.

In einer der weniger bekannten Vorschriften des Wohnungsmietrechts findet der Mieter dafür Unterstützung. Nach § 555a Absatz 3 und § 555d Absatz 6 BGB steht ihm für seinen Aufwand im Zusammenhang mit solchen Arbeiten angemessener Ersatz zu. Eine Modernisierungsvereinbarung, die dazu keine Regelung getroffen hat, schließt solche Ansprüche nicht aus, wie der BGH feststellte.

In der Regel kann der Mieter die eigene Arbeitsleistung oder die Unterstützung von Freunden mit 10,00 € pro Stunde berücksichtigen. Selbstverständlich ist auch die Beaufsichtigung der Arbeiten zu honorieren. Um seine Ansprüche beim Vermieter geltend machen zu können, sollte der Mieter seinen Aufwand möglichst genau protokollieren. Sinnvoll ist es häufig auch, sich der Unterstützung von Zeugen zu versichern.

Hölz & Solf

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