Wer sich durch Baulärm oder durch andere Geräusche belästigt fühlt, darf selbstverständlich die Miete mindern. Eine solche Minderung kann je nach Intensität der Beeinträchtigungen zwischen 10 und 20 Prozent der Bruttomiete ausmachen, in seltenen Fällen auch mehr. Allerdings ist bei Mietminderungen immer Vorsicht geboten. Denn verlässliche Aussagen über deren Höhe kann niemand treffen – auch wenn manche Mietrechtsberater einen gegenteiligen Eindruck erwecken. Zur sichersten Vorgehensweise zu diesem Thema können Sie oben unter dem Stichwort „Mietminderung“ nachlesen. Bei Belästigungen durch Lärm sollten Sie rechtzeitig Vorkehrungen für eine spätere Auseinandersetzung mit dem Vermieter treffen. In einem Gerichtsverfahren genügt nämlich der einfache Hinweis auf Bauarbeiten im Nachbarhaus nicht mehr. Der Mieter muss seine Behauptungen substanziieren, wie die Juristen sagen. Denn das Gericht benötigt für seine Entscheidung über die Berechtigung der Minderung ausführliche Informationen über Art und Umfang der Belästigungen. Also sollten Mieter rechtzeitig ein Lärmprotokoll erstellen. Aus diesem sollte z. B. bei Baulärm möglichst genau hervorgehen, wann welche Bauarbeiten stattgefunden haben. Gleichzeitig ist es hilfreich, sich diese Angaben von Zeugen auf dem Protokoll abzeichnen zu lassen.

Der Vermieter seinerseits kann gegen Lärmbelästigungen durch andere Mieter im Haus ebenfalls nur wirksam vorgehen, wenn er mit Hilfe eines solchen Protokolls den Störern konkrete Vorhaltungen macht.

Hölz & Solf

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