Ist ein Mieter gestorben, treten mit ihm gemeinsam lebende Ehegatten oder Lebenspartner an seiner Stelle in das Mietverhältnis ein. An ihrer Stelle können auch im Haushalt lebende Kinder den Mietvertrag fortsetzen. Aber auch wer mit dem verstorbenen Mieter einen auf Dauer angelegten gemeinsamen Haushalt in der Wohnung führt, übernimmt den Mietvertrag. Der Vermieter kann dieser Fortsetzung nur widersprechen, wenn besondere Gründe gegen den Nachfolger sprechen. Natürlich wird niemand gezwungen, ungewollt einen Mietvertrag zu erfüllen. Für diesen Fall muss der Vermieter innerhalb eines Monats nach Kenntnis der betreffenden Person vom Tod eine Erklärung erhalten, dass das Mietverhältnis nicht fortgesetzt werden soll.

Ansonsten führen entweder überlebende Mitmieter oder die Erben den Mietvertrag fort. Diesen steht ein außerordentliches Kündigungsrecht mit einer Frist von drei Monaten zu. Dafür haben Mitmieter ebenfalls einen Monat Zeit, nachdem sie vom Todesfall erfahren haben. Für die Erben beginnt diese Frist mit der Kenntnis, dass niemand das Mietverhältnis fortsetzt. Der Vermieter kann ein durch die Erben übernommenes Mietverhältnis seinerseits innerhalb eines Monats außerordentlich kündigen.

Eingetretene Mieter haften neben den Erben für die bis zum Tod des Mieters entstandenen Verbindlichkeiten.

Hölz & Solf

Rechtsanwälte und Fachanwälte

Marienburger Straße 3    |    10405 Berlin    |    Telefon: 030 / 442 93 86    |    Telefax: 030 / 442 93 87    |    E-Mail: mail@marienburger.net

Marienburger Straße 3
10405 Berlin

Telefon: 030 / 442 93 86
Telefax: 030 / 442 93 87

E-Mail: mail@marienburger.net

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok